Wo: Hamburg – Deutschland
Wann: Dezember 2018

Eine frisch belegte Käsestulle, ein Cappuccino mit Hafermilch und eine „Das Geld hängt an den Bäumen“-Apfelschorle bilden heute mein Frühstück. Nach einer appetitanregenden Runde durch den Laden, musste ich mich erst mal vorne ins Lokal setzen.

Hafencity Hamburg

Ein spannendes Konzept hat die neue Hobenköök im Hamburger Oberhafen: Die „Hafenküche“, wie das plattdeutsche Hobenköök auf Hochdeutsch heißt, ist Restaurant und Markthalle in einem. Auf den Tisch und in den Einkaufskorb kommen nur regionale und saisonale Lebensmittel.

Markthalle Hamburg

Normales Obst, Gemüse oder Brot, aber auch sehr spezielle und originelle Produkte, wie Aufstriche, Kekse oder Biere, die man nicht an jeder Ecke findet und die auch gut als „Typisch Hamburg“-Mitbringsel gekauft werden können. Bis zu 200 Produzenten aus der Stadt und dem Hamburger Umland beliefern die Hobenköök. Es sind ausgewählte Bauernhöfe und Manufakturen, die sich Gedanken machen, was und wie sie es produzieren.

Hafen Hamburg

Während ich noch an meiner Käsestulle kaue, schreibt eine Mitarbeiterin schon die vier Mittagstisch-Gerichte auf die große schwarze Tafel. Ofenkürbis mit Ziegenfrischkäse gibt es. Und „achteran“ (hinterher) Joghurt-Vanillecreme mit roter Grütze. Alle Zutaten holen sich die Köche aus den gut gefüllten Regalen und Kisten der Markthalle und bereiten sie in der offenen Küche, dem Herzstück des ehemaligen Lagerschuppens, zu. So gelingt es, dass fast nichts weggeworfen werden muss. Alle Lebensmittel werden kreativ für die norddeutschen Speisen und den Saft des Tages verwertet.

Ich zahle 8,60 Euro für mein Frühstück. Extrem lecker war’s. Und viel zu gucken hatte ich nebenbei auch noch. Ein lebendiger Ort in einer noch ruhigen Gegend am Rande der HafenCity – für den sich jeder Umweg lohnt.

Text: Petra Nickisch-Kohnke, Oktober 2018
Fotos: Heyroth & Kürbitz freie Architekten BDA (1), Gerrit Meier (3)

Öffnungszeiten

Damit die Kundschaft auch nach Büroschluss noch einkaufen kann, ist die Markthalle montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Im Restaurant kann noch zwei Stunden länger bis 22 Uhr gespeist werden. Sonntags ist die Hobenköök geschlossen.